Goldregen über dem Norden

Weslarn, Bettinghausen und Ostinghausen: Tradition und Moderne

Der Norden der Gemeinde hat Perspektive und Zukunft. Wie anders sollen die hervorragenden Ergebnisse beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bewertet werden? Gold auf Kreisebene heimste Ostinghausen ein, die Teilnahme am Landeswettbewerb ist in diesem Jahr Lohn der Mühen. Bei den „großen“ Dörfern siegte im Vorjahr Weslarn, auf Landesebene sprang zudem noch eine Silbermedaille heraus: Anerkennung dafür, dass die kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, baulichen und ökologischen Strukturen erhalten und als Zukunftssicherung weiterentwickelt werden.

Der Norden ist ein „Mehrländereck“. Weslarn grenzt an die Nachbarstadt Soest, Ostinghausen ist Nachbar von Lippetal und Lippstadt, Bettinghausen hat eine gemeinsame Grenze zur Stadt Erwitte.  Grenzregionen bieten immer spannende Geschichte und Einblicke, das trifft auch im Norden Bad Sassendorfs zu, wo Natur- und Kulturräume zusammenfließen.

Weslarn hat zusammen mit Sieningsen und Haus Ahse 830 Einwohner, die für ein reges Dorfleben und zahlreiche Aktivitäten stehen. Viele Vereine mit unterschiedlichen Interessenslagen vom Angeln über Bogenschießen, Boule, Feuerwehr, Historie, Theater, Landjugend, Luftgewehrschießen bis hin zum Schützenverein bieten Möglichkeiten Menschen zu treffen, mitzumachen und sich einzubringen. Das Dorf hat stündliche Busverbindungen nach Bad Sassendorf und weiter nach Soest, und ist gut angebunden.

Viel Grün im Ortskern, entlang der Rosenaue und verschlungene Wege und Gassen prägen den Charakter des Dorfes. Die Urbanuskirche ist die zweitälteste Hallenkirche der Soester Börde und stammt in ihren ältesten Teilen aus der Zeit von ca. 1170/80.

Zu den beeindruckendsten Naturformationen der Region und zu den sehenswerten Zielen zählt das Naturschutzgebiet Woeste. Geologen schätzen das Alter des Niedermoors auf etwa 10.000 Jahre. Das Feuchtgebiet bietet einen bedeutenden Lebensraum für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Darunter zählen 28 Arten, die in den Roten Listen Deutschlands bzw. Nordrhein-Westfalens verzeichnet sind.  „Das Dorf entlang der Ahse mit vielfältigem Vereinsleben, Gastronomie und Lebensmittelversorgung im Ort und dem Naturschutzgebiet Woeste“, so beschreibt das Ortsvorsteherteam das Dorf Bettinghausen.  Die Qualitäten des Ortes werden alle drei Jahre zur „Landpartie“ deutlich, dann zeigen Vereine, Gastronomie, Gewerbe und viele Kunstschaffende die Besonderheiten, werden die „Talente des Dorfes“ lebendig.

„Ostinghausen Golddorf 2024 auf Kreisebene. Dorf der Vielfalt und guten Ideen“, preist der Arbeitskreis „Wettbewerb“ sein Dorf an, das aktuell die Region beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertritt. Fußballerisch macht Ostinghausen derzeit in der Westfalenliga von sich reden, ein reges Vereinsleben zeugt vom Gemeinsinn. Einen überregionalen Namen hat sich Ostinghausen durch das Rittergut „Haus Düsse“ gemacht. Das Wasserschloss wurde durch die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe für die Aus- und Fortbildungstätigkeit sowie das Versuchswesen übernommen, seitdem spielen Milchvieh, Mastschweine, Bienen und Hühner eine große Rolle, und ist das Ziel des landwirtschaftlichen Berufsstandes.