"Deutschland kann sich nicht wegducken"
„Deutschland kann sich nicht weiter wegducken, Deutschland muss die besonderen Herausforderungen mit seiner prominenten Lage zwischen Ost und West und seiner wirtschaftlichen Bedeutung endlich wieder annehmen“, positionierte sich Prof. Norbert Lammert (Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung) zu den gesellschafts- und sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Demokratie beim traditionellen Fischessen der CDU-Gemeindeverbandes in Bettinghausen.
Der Zuspruch zu dieser mittlerweile traditionellen Veranstaltung war noch nie so groß, als der ehemalige Bundestagspräsident auf die deutlichen Verwerfungen der politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen aufmerksam machte. „Vor den wenig berauschenden Wahlergebnissen der beteiligen Koalitionäre, ist es ermutigend, dass Union und SPD schnell zueinandergefunden haben und die tatsächlichen Herausforderungen erkannt zu haben scheinen“, führte Lammert aus. „Niemand mag Veränderungen, aber wir dürfen uns nicht länger wegducken, Deutschland muss seine Rolle einnehmen, das erwarten auch die übrigen europäischen Staaten, die die Rolle Deutschlands viel unaufgeregter und intensiver wahrnehmen, als sie in unserem Land diskutiert wird. Gemeinsam mit Frankreich und Polen muss Verantwortung übernommen werden, Deutschland muss dabei als größter Staat die Führungsrolle einnehmen und auch die wirtschaftliche Kraft wieder deutlich machen und seiner europäischen Rolle auch vor den Geschehnissen in Amerika und den weltpolitischen Verwerfungen gerecht werden“. „Vier Jahre lang währt nun der Krieg in der Ukraine. Da muss Europa einig sein und gemeinsam agieren. Dabei sind wir gefordert“.
Lokalpolitische Geschehnisse, insbesondere zur anstehenden Kommunalwahl, kennzeichneten die anschließende Diskussion. Dabei ging es vornehmlich um die anstehenden Veränderungen im Norden der Gemeinde. Die CDU will noch im Frühjahr die personellen und thematischen Grundsätze entscheiden, beschließen und veröffentlichen.